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Copyright © B. Tritsch, Mai 2007
[Einleitung] [Messmethode] [Vorbereitung] [Durchführung] [Ergebnisse]
Ziel des Tests war es eine reproduzierbare und unabhängige Einschätzung für den Einsatz von OpenOffice 2.1 auf Terminalservern im Vergleich zu Microsoft Office 2003 sowie Microsoft Office 2007 zu erhalten. Hierbei steht nicht die Funktionalität oder die Benutzerfreundlichkeit der einen oder der anderen Office-Suite im Vordergrund. Vielmehr soll das Ergebnis der angewandten Testmethodik einen Hinweis auf die Anzahl der gleichzeitig angemeldeten Benutzer geben, die mit der jeweiligen Office-Suite auf der Terminalserver-Plattform arbeiten können.
Das Ergebnis zeigt, dass sich bei völlig identischer Hardware und gleich konfiguriertem Terminalserver unter Windows Server 2003 SP1 etwa 30 bis 40% mehr Benutzer auf der Plattform mit Microsoft Office 2003 anmelden können als dies mit OpenOffice.org 2.1 der Fall ist. Auch bei einem Terminalserver mit Microsoft Office 2007 kann damit gerechnet werden, dass die Systemressourcen in einer Größenordnung von etwa 20% effizienter genutzt werden als dies auf einem System mit OpenOffice.org möglich ist.
Bei dem 32-Bit-Windows-Server mit OpenOffice.org 2.1 begannen aufgrund des im Testverlauf aufgebrauchten freien Hauptspeicher ab etwa 50 Benutzern verstärkte Zugriffe auf die Festplatte, was zu größeren Systemwartezeiten für die einzelnen Benutzer führt. Bei dem 32-Bit-Server mit Microsoft Office 2003 zeigten sich ähnliche Muster erst ab etwa 100 Benutzern, bei Microsoft Office 2007 ab etwa 80 Benutzer.
Ein primärer Grund für dieses unterschiedliche Verhalten der jeweiligen Office-Suiten liegt in der spezifischen Speichermenge (Memory Working Set), die von den zugehörigen Anwendungen genutzt wird. Hierbei spielt die unterschiedliche Nutzung der Auslagerungsdatei eine wesentliche Rolle. Während die Speicherverwaltung des Betriebssystems für beide Versionen von Microsoft Office schon frühzeitig Daten auslagert geschieht dies bei OpenOffice deutlich später. Hier zeigen sich die Unterschiede in der Architektur der Laufzeitumgebungen von Microsoft Office mit seinen Standard Windows-Anwendungen und von OpenOffice mit einer Container-Anwendung als Kontrollinstanz für alle Komponenten sehr deutlich.
Als Referenz wurden Server mit der 64-Bit-Variante von Windows Server 2003 SP1 für identische Tests von OpenOffice.org 2.1, Microsoft Office 2003 und Office 2007 genutzt. Hierbei konnten die Beobachtungen beim Verbrauch von Speicher- und Prozessorressourcen verifiziert werden.